Böckem, Nick: Mondschein

Nächstens an dem Waldessaume sehnetSich die Anschmiegsame ihn herbei.Zauberisch sie alles Dunkel schönet –Unbedarft ihr Herz, voll Liebelei.Der Erwählte abermalig zaget,Lauert im verwölkten Himmeltief.Ihn beengt´s, dass sie ihn stetig jaget,Weil ihr Glanz allmächtig ihn durchlief´.Jäh scheint auf er an der Himmelsfeste:Der verhalt´ne Leuchtball, der dort thront,Scheint hernieder, kältend, durchs Geäste … Da, ihr Liebling! Ewig bleibt´s: der Mond! „O mein Teurer! Endlich stirbt die Stille! Sehnsuchtsvoll beschwöre ich Dich: bleib! …

Böckem, Nick: Wörterne Brücke über den Abgrund, der zum Himmel führt

Ein Dichter wird umbaumet kühn vergeistert,Dass jede menschlich´ Schale von ihm sinkt. Uns Menschsein, das ihn lähmt und erdbekleistert, Weiß er, wenngleich er nun vom Himmel trinklt. Vermenscht, ach hemmnisvolle Bürde, Die Mensch zu Mensche aneinanderstellt. Wie hoch jemandes Geist auch steigen würde. Wir bleiben ewig Puppen dieser Welt. Die Meisten zieh´n auch innerlich nie Kreise, Weil Leichtbegrifflichkeit schön Leichtes schenkt, Das Streben abhält von der Himmelreise, Die einen zwangsläufig …