Huber, Klaus: Geltungsbedürfnis

Wer gerne sprachlich Eindruck macht, dadurch Begeisterung entfacht, zeigt bislang, dass er Sprachen spricht ob es nun passt oder auch nicht. Viel wichtiger klingt manches Wort, stammt es von fremdem Land und Ort. Wer sprachlich in die Tiefe geht, dem liegt am Herz, dass man versteht, was er mit Worten sagen will. Er hält nicht vor dem Deutschen still, weil mancher d a n n  deutlich versteht, was einem über …

Huber, Klaus: Hommage an das Buch

Es ist gut, dass es jemanden wie dich gibt. Du stehst zu jedem einzelnen deiner Kapitel, die sich im Laufe deines Reifens und Werdens zu einem Ganzen fügen. Einen jeden lässt du aus dir erlesen und für sich entnehmen, wessen er im Augenblick bedarf, um sich Bestätigung und Kraft zu holen. Für das, was dir zu äußern als wesentlich erscheint, lässt du dich eher zerreißen und verbrennen, als ein Jota …

Hartmann, Horst: Deutscher Sprachsalat

Die Briten sprechen Englisch pur, Französisch die Franzosen nur. In Deutschland findet man das fad, hier liebt man einen Sprachsalat. Im „Pyjama“ steht man auf, macht „Jogging“, keinen Dauerlauf und „Walking“ heißt das neue Wort, wandert man von Ort zu Ort. Was zieht man an in diesen Tagen, früher gab’s noch Schlips und Kragen, heute „Leggings, T-Shirt, Body, Top“, und die „Baseballkappe“ auf dem Kopp. Der Mann trägt  „Slips“, die …

Ettinger, Stefan: Deutsche Redewendungen. Ein Wörter- und Übungsbuch für Fortgeschrittene

Regina Hessky / Stefan Ettinger Narr Studienbücher 1997, LI + 327 ISSN 0941-8105; ISBN 3-8233-4960-0 Zurzeit vergriffen www.narr.de Besprechungen Arbeitsblatt: Meine persönliche Phraseologismensammlung   Zum Autor: Stefan Ettinger: 1943 in Steierdorf (Banat) geboren, studierte ich von 1962 bis 1968 Romanistik und Geschichte in Saarbrücken, München, Paris und Tübingen. Nach dem Staatsexamen (1968) unterrichtete ich am Gymnasium und nach der Promotion bei Coseriu (1974) in Tübingen war ich als Dozent für …

Ewert, Martin: Die mit den Trümmern sprachen

Das Buch ist praktisch über drei Jahrzehnte hinweg gereift. Der Mann, der so viele Geschichten aus fernen Tagen zu berichten wusste, wurde nicht müde, das im und nach dem Zweiten Weltkrieg Erlebte, so plastisch zu erzählen, dass ich jedes Mal gebannt zuhörte. Ich konnte den Mann gut verstehen. Er war schließlich mein Großvater. Ferne Tage sind wie ferne Länder. Man lässt sie hinter sich, sobald man den Heimweg antritt und …

Krais, Arnulf: Fremdsprachentraining – Wege zum Erfolg

Dr. Arnulf Krais Fremdsprachentraining. Wege zum Erfolg. Mit einem Beitrag »Sprachen lernen – Pro und Contra« von Rudolf Walter Leonhardt Renningen: expert verlag, 2009. 155 Seiten ISBN: 978-3-8169-2000-7 19,95 €   Arnulf Krais stellt seinem Buch die simple Frage voran: „Wie kann ich eine Fremdsprache möglichst leicht und schnell lernen?“ – Die Antwort darauf finden Sie im Werk Fremdsprachentraining. Wege zum Erfolg. Der erste Schritt zum erfolgreichen Sprachenlernen besteht laut …

Sliepen, Reiner: Monolog über die Sprache

Rasch flieht die Zeit dahin, wie eine Woge, die eben noch des Meeres Kraft gespeichert und hingestorben ist im Augenblick, indem sie, überspült von neuer Energie, die eigne Kraft verschwendet im Vergehn‘. Ein Sinnbild ist’s für uns’re Lebensreise, für die Vergänglichkeit, für Abschiede, die uns begleiten, von Kindheit an, ganz leis‘. Wir spüren’s kaum, wie neue Ahnung uns umweht, wie neue Tore öffnen sich in eine Welt verlockend bunt, voll …

Schönberger, Birgit: Die Geschichte vom Sprachverlust

„Kevin“, sprach die frischgestylte ‚Mom‘ und aus der Wohnung eilte. „Sei hübsch smart und weltgewandt, löse dich von meiner Hand. Geh‘ brav in den Kinderhort, verstehst du dort auch kaum ein Wort. Und, vor allem, Kevin hör‘: Nicht mit deutscher Mundart stör‘! Bist du dann erst einmal groß, sprichst du englisch ganz famos.“ Klein-Kevin aber weinte sehr, blieb ihm doch keine Sprache mehr: Die von der Mutter war verboten, die …

Anne Pagel bespricht – Werner Holzwarth: Gleeorg un Gleeobadra. Eene Geschischde vom Gligg

Bringen vierblättrige Kleeblätter wirklich Glück? In „Gleeorg un Gleeobadra“ begleitet der Leser eine ganze Kleeblattfamilie bei der Beantwortung dieser Frage. Werner Holzwarths Buch „Kleeorg und Kleeopatra. Eine Geschichte vom Glück“ wurde jetzt in einem Gemeinschaftsprojekt der Regionalbuch AG in zwölf verschiedenen Dialekten herausgebracht. Die liebevollen Illustrationen von Henning Löhlein erwecken die Kleeblätter zum Leben und strotzen nur so von sattem Grün. Holzwarth, der mit seinem Buch „Vom kleinen Maulwurf, der …

Zettelmann, Elas: Der Tisch am Meeresstrand

Elsa Zettelmann Der Tisch am Meeresstrand Vordergründiges und Hintersinniges Verlag des Biographiezentrums, Fuchstal 2013 114 Seiten ISBN 978-3-940210-68-5 „Der Tisch am Meeresstrand“ ist eine Sammlung von 53 Texten und enthält unter anderem Gedichte, Briefe und Dialoge. Unter der Rubrik „Wortspielerisches“ finden sich lautmalerische Texte, die nur aus alliterierenden Wörtern bestehen. So beginnt jedes Wort in einem Text mit A, B oder D. Elsa Zettelmann äußert sich neben der spielerischen Auseinandersetzung …