Huber, Klaus: Zum Jahreswechsel 2017/18

Ein weiteres Jahr geht bald zu Ende. Geprägt wird es durch u n s e r e Hände. Es gilt, die Zeit vor uns zu sichten und ihre Bilder zu gewichten, danach auch mutig es zu wagen, den Menschen ehrlich – deutsch! – zu sagen, womit sie bald – trotz aller Gaben – in nächster Zeit zu rechnen haben, um aus dem Jahr gelöst zu gehen und auch das nächste …

Marén Berg: Zwei Grazien in Asien (3)

Hier gibt es sogar eine „Pool-Bar“ an der ein halbes Dutzend junger Balinesen nur darauf warten, uns die Liegen und Sonnenschirme zurecht zu rücken und uns wunderbare frisch gepresste Obstsäfte zu servieren. Wirklich luxuriös. Nachmittags gehen wir in eins der Museen der Stadt, das ARMA, wo balinesische Malerei gezeigt wird, der wir aber nicht viel abgewinnen können – ausgenommen das Reis-Bild. Abends gehen wir essen und zwar gleich bei uns …

Marén Berg: Zwei Grazien in Asien (2)

BALI Im Flughafen Singapur wurden wir SO freundlich von dem Personal der Singapur Airlines abgefertigt, dass wir ganz euphorisch auf Bali ankommen – leider sind die dortigen Beamten wie alle andern der Welt, also gerade mal höflich. Bis wir Geld gezogen haben (gar nicht einfach am ersten Tag, da der Automat die Rupien nur zögerlich ausspuckt) und ca. eine Stunde mit dem Taxi zum Hotel gefahren sind, ist es stockdunkel. …

Marén Berg: Zwei Grazien in Asien (1)

Das Schlimmste ist das Knirschen und Knacken „im Gebälk“ der Boeing 747, die nun schon seit einer geschlagenen halben Stunde über das Flugfeld vom Charles-de-Gaulle Flughafen rumpelt. Mi hat ihre Augen fest zugepresst und auch mir ist nicht so wohl wie sonst in meiner Haut – warum ist das verflixte Ding nicht schon längst in der Luft? Glücklicherweise hat das Schicksal ein Einsehen und eine halbe Stunde später sitzen wir …

Marén Berg: Guten Tag Amerika, Mi und Ma sind wieder da! (3)

Mit diesen typischen Straβen, die man in tausend Filmen gesehen hat und den Studenten überall, kommt es mir wie eine Mischung aus Kreuzberg und Quartier Latin vor. Wir gehen am Washington Square vorbei, essen bei einem Chinesen „The best fried rice of New York“ (naja….) und beenden den Tag im „Fat Cat Club“, einer für mich sehr merkwürdigen Mischung aus Jazzkeller im Garagenlook mit viel Platz für Tischtennis-, Scrabble- und …

Marén Berg: Guten Tag Amerika, Mi und Ma sind wieder da! (2)

Wir beginnen unsere sechs Tage in New York mit — einer echten Berliner Curry-Wurst und einem Glas Budweiser! Beides sehr lecker und preiswert im Chelsea-Market, wo wir uns vom ersten Schock der „schönsten Stadt der Welt“ (davon sind sie alle hundertfünfzig Prozent überzeugt!) erholen. Es ist heiβ, das Taxi hat für die drei Kilometer vom Busbahnhof zu unserem Hotel über eine halbe Stunde gebraucht und wir sind schon nach nur …

Marén Berg: Guten Tag Amerika, Mi und Ma sind wieder da! (1)

Eine Reise ohne das kleinste Abenteuer ist wie ein Rezept ohne Salz. Diesmal erleben wir es gleich am Flughafen, wo wir von einer netten, aber unerbittlichen Polizistin ins Gebet genommen werden: wie wir hergekommen seien (im Taxi), ob wir unterwegs jemanden getroffen hätten (nein), ob das unsere Koffer seien (ja), ob sie oder unsere Rucksäcke von irgendjemand Anderem als uns geöffnet worden wären (nein) – puh, man merkt, dass es …

Huber, Klaus: Geltungsbedürfnis

Wer gerne sprachlich Eindruck macht, dadurch Begeisterung entfacht, zeigt bislang, dass er Sprachen spricht ob es nun passt oder auch nicht. Viel wichtiger klingt manches Wort, stammt es von fremdem Land und Ort. Wer sprachlich in die Tiefe geht, dem liegt am Herz, dass man versteht, was er mit Worten sagen will. Er hält nicht vor dem Deutschen still, weil mancher d a n n  deutlich versteht, was einem über …

Huber, Klaus: Hommage an das Buch

Es ist gut, dass es jemanden wie dich gibt. Du stehst zu jedem einzelnen deiner Kapitel, die sich im Laufe deines Reifens und Werdens zu einem Ganzen fügen. Einen jeden lässt du aus dir erlesen und für sich entnehmen, wessen er im Augenblick bedarf, um sich Bestätigung und Kraft zu holen. Für das, was dir zu äußern als wesentlich erscheint, lässt du dich eher zerreißen und verbrennen, als ein Jota …

Hartmann, Horst: Deutscher Sprachsalat

Die Briten sprechen Englisch pur, Französisch die Franzosen nur. In Deutschland findet man das fad, hier liebt man einen Sprachsalat. Im „Pyjama“ steht man auf, macht „Jogging“, keinen Dauerlauf und „Walking“ heißt das neue Wort, wandert man von Ort zu Ort. Was zieht man an in diesen Tagen, früher gab’s noch Schlips und Kragen, heute „Leggings, T-Shirt, Body, Top“, und die „Baseballkappe“ auf dem Kopp. Der Mann trägt  „Slips“, die …